Hier finden Sie Informationen zu folgenden Themen:
Pfarramt
Der Namen unseres Pfarramtes lautet korrekt: „Protestantisches Pfarramt Blieskastel“
Sie wundern sich vielleicht über die Bezeichnung „protestantisch“. Auch wenn Sie sich als evangelisch bezeichnen, sind Sie bei uns richtig. Das Wort „evangelisch„ bezieht sich auf die Grundlage unserer Glaubensgemeinschaft. Für uns evangelische Christen ist die wichtigste Grundlage unseres Glaubens das Evangelium von Jesus Christus. Die frohe Botschaft, die Jesus den Menschen verkündigt hat, soll die Richtschnur unseres Glaubens und Handelns sein.
Der Begriff „protestantisch“ ist geschichtlich bedingt und hat eine positive Grundbedeutung. Zum Einen bedeutet der lateinische Begriff „protestari“, für etwas zum Zeugen aufgerufen werden, bzw. für etwas Zeugnis ablegen. Zum Anderen bezieht sich dieser Begriff auf den Protest der evangelischen Reichsstände auf dem Reichstag zu Speyer 1529. Damals sollte der Beschluss von 1526 aufgehoben werden, wonach den Ländern und Reichsstädten, die die Reformation durchgeführt hatten, Rechtssicherheit zugesagt worden war. Die Evangelischen protestierten also gegen die Unterdrückung ihrer Glaubensüberzeugungen.
Da unser Pfarramt auf dem Gebiet der Pfälzischen Landeskirche liegt, deren Sitz sich in Speyer befindet, ist auch uns diese Speyerer Tradition des Protestes gegen die Unterdrückung von Glaubensüberzeugungen wichtig.
Ein Pfarramt hat verschiedene Aufgaben: Wir können Urkunden und Zeugnisse beglaubigen und eigene Urkunden ausstellen. Wir verwalten die Angelegenheiten der protestantischen Kirchenmitglieder in unserem Zuständigkeitsbereich.
Zum Pfarramt Blieskastel gehören folgende Gemeinden: Blieskastel Mitte, Lautzkirchen, Alschbach, Blickweiler, Ballweiler, Wecklingen, Biesingen und Aßweiler sowie die selbstständige Gemeinde Bierbach an der Blies.
Wenn Sie zu einer dieser Gemeinden gehören, wenden Sie sich bitte in kirchlichen Angelegenheit zuerst an unser Pfarramt.
Presbyterium
Das Wort Presbyter stammt aus dem neuen Testament und bedeutet „Älteste“. Damit ist nicht nur eine Altersangabe gemeint, sondern auch eine Funktion.
Das Gremium des Presbyteriums leitet gemeinsam mit dem Pfarrer die Kirchengemeinde und vertritt diese in allen Belangen in der Öffentlichkeit. Für die Gemeindeglieder bedeutet dies, dass Sie sich bei Fragen, Anregungen aber auch Kritik an ein Mitglied des Presbyteriums wenden können und sollen.
Mitglieder des Presbyteriums:
Direkt neben der Kirche gelegen befindet sich das Käthe-Luther-Haus, unser Gemeindehaus, dessen Schlüsselübergabe und Indienstnahme am 12.03.2000 stattgefunden hat. Das Gemeindehaus ist nach Katharina von Bora, der Ehefrau Martin Luthers benannt. „Sie hat dem großen Reformator das Haus bestellt und so die vielen persönlichen Begegnungen erst möglich gemacht, die zum Alltag in Luthers Haus in Wittenberg gehörten“, so Pfarrer Christoph H. Schwarz in der Festschrift zur Indienststellung des Gemeindehauses.
Unser Gemeindehaus ist Treffpunkt bei verschiedenen Veranstaltungen der Kirchengemeinde.
Auch Ihnen steht das Käthe-Luther-Haus offen. Sie können es zu festlichen Anlässen gerne mieten. Es bietet Platz für 80 Personen.
Neben den Mietkosten fallen noch eine Kaution, Kosten für den Reinigungsservice und unser Hilfspersonal in der Küche an.
Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte direkt an Pfarrer Matthias App, Tel.: 06842 /2280.
Pfarrer
Mein Name ist Matthias App und seit 2002 bin ich Pfarrer in der Kirchengemeinde Blieskastel. In dieser Zeit habe ich die Menschen hier kennen und lieben gelernt. Die Kirchengemeinde Blieskastel ist eine offene und gastfreundliche Gemeinde, so hoffen wir zumindest. Bei uns ist jeder willkommen - unabhängig von seiner theologischen Ausrichtung + seinen Glaubensüberzeugungen.
Keiner von uns hat die Weisheit gepachtet, auch nicht der Pfarrer. Wichtig ist mir, dass der Glaube authentisch ist und so das Reden über Gott mit unserem Leben übereinstimmt.
Das Leben ist ein Lernprozess, genau wie der Glaube auch. Wir lernen aus unseren Erfahrungen und lernen voneinander. Die Erfahrungen, die uns unsere Glaubensväter und -mütter mitgegeben haben, wollen wir als Schatz bewahren und gemeinsam weiterentwickeln.
Das Zentrum unseres Glaubens- und Gemeindelebens ist der sonntägliche Gottesdienst. Hier wollen wir zur Ruhe kommen und Kraft schöpfen. Diese Gottesdienste stehen allen offen. Auch wenn Sie einer anderen Konfession oder Religionsgemeinschaft angehören, freuen wir uns über Ihren Besuch. Auch wenn Sie keiner Glaubensgemeinschaft angehören, sind Sie bei uns herzlich willkommen. Unser Gemeindeleben soll Ausdruck einer Lebensfreude sein, die sich in Gottes Zuwendung gründet und aufgehoben weiß. Es wäre schön, wenn Sie unsere Kirchengemeinde als Ihre Heimat ansehen und erfahren würden.
Kommen Sie mit Ihrer Freude, aber auch mit Ihren Sorgen und Problemen hierher und erfahren Sie Ruhe und Geborgenheit in der Gemeinschaft und bei Gott.
Ihr Pfarrer Matthias App
Der ökumenische Kirchentag an Pfingsten 2015 in Speyer ist schon lange Geschichte. Ein großer Wurf war der gemeinsame Leitfaden zur Ökumene, den erstmals in Deutschland ein katholisches Bistum und eine evangelische Landeskirche erstellt haben. Die Kirchenleitungen wollen mit diesem Leitfaden gewährleisten, dass die ökumenische Zusammenarbeit gesichert und ausgebaut wird. Ein positives Signal, das in die Zukunft weist und auf eine engere Gemeinschaft beider Kirchen hofft. Dann ist im evangelischen Kirchenboten zu lesen, dass beide Speyerer Kirchenleitungen den ökumenischen Leitfaden in den Dekanaten und Kirchengemeinden mit Visitationen überprüfen werden.
Kann man Ökumene von oben verordnen oder sollte sie nicht besser an der Basis wachsen?
Diese Überlegungen bedürfen einer Bestandsaufnahme: Wie viel Ökumene hat und braucht Blieskastel?
Istzustand:
Beide Kirchen läuten gemeinsam den Sonntag ein, an den Ortseingängen von Blieskastel stehen Schilder, die auf die Anfangszeiten der Gottesdienste und Heiligen Messen hinweisen. Gemeindefeste werden von beiden Konfessionen angenommen und besucht. Ehrenamtliche helfen sich gegenseitig bei Veranstaltungen aus. Ein weiterer Punkt gelebter Ökumene in Blieskastel sind Grußworte, die wechselseitig von protestantischer Seite bei der 1. Heiligen Kommunion sowie der Firmung und von katholischer Seite bei der Konfirmation gesprochen werden.
Sollzustand:
Natürlich ist einiges noch ausbaufähig. Beschäftigen wir uns doch mit dem immer noch aktuellen Leitfaden, setzen die Anregungen um und unterziehen uns einer Visitation, oder lassen uns vom Heiligen Geist leiten, damit ein Ruck durch die katholischen und evangelischen Gemeinden von Blieskastel geht.
Im Jahre 1897 wurde ein Vikariat Blieskastel errichtet, nachdem die Gemeinde bis dahin von Mimbach aus kirchlich versorgt worden war. Im Januar 1909 wurde die Stelle Blieskastel zum Pfarrvikariat erhoben.
Der für die Kirche gewählte Bauplatz „ Auf der Agd “ liegt auf einer Anhöhe im Süden der Stadt. Gegenüber dem Schlossberg gelegen ist die Kirche weithin sichtbar.
Die Kirche wurde im Jahre 1912 fertiggestellt, im September feierlich eingeweiht und das Pfarrvikariat nach der Vollendung des Kirchbaus im Jahre 1912 zur Pfarrei erhoben.
Planverfasser war der Architekt Ludwig Wagner, Bauamtsassessor im oberfränkischen Hof. Die Bauleitung hatte Bauamtmann Geyer und dessen Baufachmann Seeberger.
Das Innere des Gotteshauses ist als reine Saalkirche (350 Plätze) mit Orgelempore entworfen. Hauptschmuck des einfach gehaltenen Raumes bildet neben Altar und Taufbecken die reich geschnitzte Kanzel aus dunkel gebeiztem Eichenholz.
Der 28 Meter hohe Turm sowie das Pfarrhaus sind mit der Kirche architektonisch und baulich verbunden.
Im Altarraum befindet sich ein Kreuz, das vom damaligen Pfarrer Linz in Auftrag gegeben wurde und zum 50-jährigen Kirchenjubiläum seinen Platz direkt über dem Altar fand.
Angefertigt wurde das Kreuz von dem Grafiker und Kunstmaler Erich Buschle, der ab 1950 ein Atelier in Saarbrücken unterhielt.
Das Kreuz selber erinnert in seiner Form an die alten Reichskreuze des „Heiligen Römischen Reiches ".
Im Jahre 2007 wurde das Glockengeläut unserer Kirche wieder auf die ursprüngliche Anzahl der Glocken ergänzt.
Es erklingen wieder 4 Glocken, die gemeinsam mit den Glocken der Katholischen Schlosskirche einen harmonischen Klang entfalten.
Im Jahre 2009 konnten wir unsere historische Steinmeyer-Orgel grundlegend renovieren und ihren ursprünglichen romantischen Klang wiederherstellen.
Weitere interessante Einzelheiten zur Geschichte unserer Kirche können Sie in der Festschrift anlässlich des 100-jährigen Jubiläums unserer Kirche nachlesen.


